METAL ARCHIV
REVIEWS II

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CDs

LOOK BACK WITH RAGE (Noise/Sanctuary/edel)
Nicht weniger als 8 (acht!) alte RAGE-Platten wurden nun also offiziell wiederveröffentlicht. Und zwar nicht auf gewohnte "die Plattenfirma nimmt mal schnell die Fans aus"-Methode, sondern auf ausdrücklichen Wunsch der Band bzw. mit deren tatkräftiger Unterstützung und nicht zuletzt daher digital remastered, mit neuen Booklets und allen Texten sowie mit reichlich Bonus-Tracks versehen!
Im Einzelen wären das: "Reign In Fear". Alleine die Frisur von Jörg Michael auf dem Backcover rechtfertigt die Auseinandersetzung mit dieser Scheibe, haha. Naja, 1986 waren Finnland und Tolkki noch weit weg... aber auch Peavy himself schaut ziemlich süß aus der Wäsche. Neben den offiziellen 10 Album-Tracks gibt´s Live-Versionen von Suicide, Refuge, Baby I´m Your Nightmare und die Akustiv-Varianten von Light Into The Darkness und Invisible Horizons. Auch ein Klassiker: "Execution Guaranteed". Bonusmaterial: Down By Law, Nevermore und Firestorm live, Dust und The Body Talks in der Akustik-Version. "Perfect Man" war dann ein ziemlich wichtiges Album für Rage, "Don´t Fear The Winter" mutierte zum Evergreen. Exklusiv auf der Neufassung: Konzertmitschnitte von Shame On You, Don´t Fear... und Certain Days. Sowie Last Goodbye und Not Forever in der "Ausg´steckt"-Version. Mittlerweile schreiben wir ´89 und "Secrets In A Weird World". Time Waits For Noone, Talk To Grandpa, Distant Voices. Noch Fragen? Law And Order, Mirror und Nothing To Lose als Bonus-Tracks hierauf, dazu der obligate Live- (Invisible Horizon) und Akustik- (Shame On You) Track. Einer meiner persönlichen Rage-Favoriten: "Reflections Of A Shadow". Kann sich noch wer an das (damals auf´m "Headbanger´s Ball öfters laufende) True Face In Everyone-Video erinnern? Oder an die damals an der Tagesordnung stehenden Rockhaus-Konzerte der Band, inklusive "Reflections..."-Hits wie Waiting For The Moon, Dust oder Saddle The Wind? Na eben! Beim Release hängen hinten noch Woman (einmal normal, einmal akustisch), Ashes, Bottlefied und das Instrumental What´s Up dran. "Trapped!" hieß es dann 1992. Und jetzt alle: I´m just a Solitary Man.... lalala. Take Me To The Water, The Body Talks und - warum auch immer, aber es machte Spaß – Fast As A Shark. Bonus: Innocent Guilty, Marching Heros, Bury All Life, I Want You und der Demo-Song Questions. "The Missing Link"? Oh ja! Firestorm, Nevermore, Who Dares, Her Diary´s Black Pages. Klassiker an Klassiker. Rage am Zenit. Another Kind Of Madness, Truth Hits Everybody, I Can´t Controll Myself, Beyond The Pale und eine Demo-Aufnahme von Paranoid beglücken den Re-Release. 1994 schaute man zurück auf "X - 10 Years In Rage" Man durfte mehr als stolz auf das Geleistete sein. 2002 legt man der Platte noch Brainsucker, On The Edge, Solitary Man, Enough Is Enough (die letzten drei in Live-Versionen) und From The Underworld (oooho, listen now!) als Bonus bei.
Look back with Rage? Ja, tun wir. Sehr gerne sogar.
www.noiserecords.com
Andi

HAMMERFALL - Crimson Thunder (Nuclear Blast/edel)
Was vor einigen Jahren noch als großer Hype des Labels belächelt wurde, ist mittlerweile zu einer Institution in Sachen europäischer Metal geworden. Die Rede ist natürlich von HAMMERFALL, die mit "Crimson Thunder" ihr mittlerweile viertes Werk in die Läden stellen. Genial – werden die Fans der Formation sagen, klischeehafter Schas – die Gegner . Kaum eine Band polarisiert im Moment dermaßen; doch das ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn selten sind Stimmen zu vernehmen, die der Band "Durchschnitt" unterstellen wollten. Auch gibt es kaum Rezensenten, die das Quintett mit lapidaren Kommentaren wie "tut nicht weh, reißt aber auch niemanden vom Hocker", abspeisen. Scheinbar gilt auch für HAMMERFALL "Love them or Hate them". Eine Prognose, daß die Verkaufszahlen in MANOWAR`sche Regionen emporsteigen werden, bedarf keinerlei hellseherischer Fähigkeiten, und verwundert auch kaum. Zwar ist in musikalischer Sicht keinerlei Neuerung festzustellen, dafür aber soundtechnisch. Mit Charlie Bauerfeind konnte endlich ein Mann an den Reglern verpflichtet werden, der es schafft, die durch die Bank gelungenen, melodiösen Kompositionen, auch mit dem nötigen Druck zu versehen. Die Gitarrenfraktion Dronjak/Elmgren klingt ein ums andere mal, als ob ACCEPT doch eine Reunion in der Besetzung mit zwei Gitarristen durchgezogen hätten. Songs wie der Titeltrack, der mächtige Opener "Riders on the Storm" oder die alles überragende Coverversion des CHASTAIN-Gassenhauers "Angel of Mercy" sind für die Ewigkeit bestimmt !! Da der Durchbruch längst geschafft ist, bleibt für uns nur die Frage was uns in Zukunft von dieser Band noch so ins Haus steht ?
Walter
Kleiner Tip meinerseits : a neiche CHASTAIN mitn Herrn Cains ois Sänger.... (geh bitte... Andi).

IMPELLITTERI - System X (Steamhammer/SPV/musica)
Ob es geschäftstechnisch wirklich günstig ist, fast zeitgleich neue Werke der Herren Malmsteen, Pell und Impellitteri ins Rennen zu schicken, sei einmal dahingestellt. Für den Fan des traditionsbewussten, gitarrenorientierten, melodiösen Heavy Rock ist es jedoch in diesen Tagen in jedem Fall sehr einfach, denn es reicht eine einzige Ausfahrt zum CD-Händler seines Vertrauens. Chris Impellitteri und seine Mannschaft bekommen auf "System X" bereits zum zweiten Mal (nach dem Debüt "Stand In Line") zur Ehre Mr. Graham Bonnet am Mikro begrüßen zu dürfen. Womit die Zielgruppe aufgrund seiner ehemaligen Brötchengeber noch klarer zum Vorschein kommt: ALCATRAZZ, MSG und RAINBOW-Fans müssen hier einfach zugreifen, den diese Scheibe liegt genau in der Schnittmenge der genannten Combos. Zwar reichen die Kompositionen qualitativ nicht ganz an die Standardwerke der "Referenzbands" heran, vor der eingangs erwähnten Konkurrenz müssen sich die Herrschaften aber auch nicht verstecken.
Walter

ELFMAN – Common Sky (W.A.B./Napalm) >>> LIVE
Daß diese Band aus Wien auf der Bühne was los hat, davon durfte sich der heimische Konzertbesucher schon desöfteren überzeugen. Nun wurde versucht, dies auch auf Compact Disc festzuhalten und, soviel vorab: Operation gelungen, Patient lebt! "Experiments based on nu metal" ist der bandeigene Versuch, den Elfman´schen Sound in Worte zu fassen. Nicht der schlechteste. "Experimente" sind auf "Common Sky" in der Tat einige zu hören, aber durchdacht, sich ins Gesamtbild einfügend, niemals den roten Faden aus den Augen verlierend. "Nu Metal"? Naja, warum nicht. Was kann diese Truppe dafür, daß dem nicht mehr ganz so neuen Neu-Metall ein mittlerweile ziemlich fader Beigeschmack anklebt? Eben, nichts! Und von einer reinen Korn- oder Linkin´ Park-Kopie sind Elfman ungefähr soweit weg wie der GAK von der Tabellenspitze. Nö, Freunde, "Common Sky" zeugt von großem Ideenreichtum, "Common Sky" überrascht von Song zu Song, "Common Sky" groovt und "Common Sky" rockt. Mitverantwortlich für die musikalische Vielfalt der Scheibe dürfte wohl auch der unterschiedliche Background der einzelnen Elfmen zeichnen. Vom Malmsteen-Fan über den Samba-Zauberer bis zum Synthie-Bastler reicht da die Palette. Genauso bunt wie das Klangbild der Band selbst. Schwer in Worte zu fassen, wie gesagt, aber überzeugend. Gebt der Band ihre Chance, hört in die Scheibe rein und, erscheint am 9. 11., an dem Ihr ja sowieso alle zu Disharmonic Orchestra ins Planet pilgert, ausnahmsweise mal pünktlich, denn da werden Elfman den Support geben dürfen. Zurecht, wie sich herausstellen wird.
www.elfmanweb.com

AXEL RUDI PELL - Knights Live (Steamhammer/SPV/musica)
Bereits zum zweiten Mal erfreut Axel Rudi nebst Gefolgschaft die einschlägig vorbelastete Klientel mit einem Live-Epos. Seine Hauptinspirationsquelle Mr. Ritchie B. ist immer noch deutlich herauszuhören, aber daraus wird kein Hehl gemacht. In einem Medley werden RAINBOW mit "Stargazer" sogar interpretiert. Auch ansonst hat "Knights Live" so ziemlich alles zu bieten, was ein traditionelles Hardrock-Live-Album aufweisen können muß: Gelungene Songs aus der langjährigen Historie des Herrn Pell, Soli an allen Ecken und Enden, kompetente Musikanten und mit Jonny Gioeli einen Sangesbarden, der hervorragend mit dem Publikum kommuniziert. Beinahe zeitgleich wird auch eine DVD mit dem Titel "Knights Treasures" ins Rennen geschickt, wobei die Playlist der Doppel-CD übernommen wurde und um die üblichen Schmonzetten wie Intis, Videoclips und Ähnliches erweitert wurde. In dieser Besetzung und Form sollte der Durchbruch (Blinddarm? Andi) endgültig zu schaffen sein
Walter

SAXON - Heavy Metal Thunder (Steamhammer/SPV/musica)
Herr Byford und sein Gefolge erleben im Moment wohl ihren x-ten Frühling. SAXON, die ECHTEN wohlgemerkt, um ein bisschen in alten Wunden zu kratzen, werden als Headliner der größten europäischen Festivals gebucht, spielen quer über unseren Kontinent in ausverkauften Hallen und haben noch dazu mit dem "Eagle" ein Relikt ihrer Vergangenheit reaktiviert. Um auch den Nachwuchs-Metallern eine gehörige Portion britischen Metals um die Ohren zu knallen, aber auch um eine Art "Best Of" für die eingeschworene Gemeinde zu präsentieren, steht diese Werk von nun an in den Läden. An der Klasse von Songs wie "Wheels Of Steel", "Strong Arm Of The Law",…….- diese Liste ließe sich endlos fortsetzen, gibt es auch Jahre nach der Erstveröffentlichung nichts zu Rütteln. Durch die moderne Produktion erhalten die Tracks noch dazu ein wenig mehr Druck. Als besonders "Zuckerl" erscheint die Scheibe als Doppel-CD, wobei die Bonus-CD einen Live-Mitschnitt aus San Antonio vom letzten Jahr und mit "Killing Ground" einen Videotrack, aufgenommen auf dem letztjährigen W:O:A enthält. Essentiell!!
Walter

LUCA TURILLI - Demonheart (LMP/SPV/musica)
LUCA TURILLI - Prophet Of The Last Eclipse (LMP/SPV/musica)
Nachdem aus dem lange angekündigten Power Metal-Nebenprojekt aus dem Hause RHAPSODY leider doch Nichts geworden ist (leider? Andi), scheint Gitarrist/Bandchef/Hauptkomponist Luca Turilli dennoch reichlich Material in der Hinterhand zu haben um seine Anhängerschaft in regelmäßigen Abständen mit neuem Stoff zu versorgen. Wie schon auf dem Solo-Debüt "King Of The Nordic Twilight" steht ihm auch diesmal die halbe (ehemalige ?) HEAVEN`S GATE Formation zur Verfügung. Als Sänger fungiert nach wie vor Olaf Hayer (DIONYSOS, erste CD erscheint Anfang 2003 über AFM Records). Wer RHAPSODY zu seinen Faves zählt, kommt an diesen Scheibletten ohnehin nicht vorbei, denn besonders weit hat sich Meister Turilli nicht von seiner Stammformation entfernt. Unterschiede sind aber logischerweise schon auszumachen, sonst wär´ das Ganze ja doch ein neues RHAPSODY-Album geworden. Viele der Klassik-Parts, die RHAPSODY so populär machen, wurden quasi gegen soundtrackartige Teile ausgetauscht, zumindest "Prophet..." klingt so, als ob das Ganze als Filmmusik konzipiert wäre. Die Vorab-EP "Demonheart" enthält noch dazu einiges an Sammlermaterial, wie eine exzellente HELLOWEEN-Coverversion von "I´m Alive". Wie auch immer: die Fanscharen des Herrn Turilli werden höchsterfreut sein, der Rest ist gerade dazu verpflichtet, zumindest ein Öhrchen zu riskieren (sch... auf alle Pflichten! Andi).
Walter

THY MAJESTIE - Hastings 1066 (Scarlet/NSM)
Manchmal hab´ ich den Eindruck, in den "großen” Magazinen ist es Pflicht, Verrisse abzuliefern. Warum auch immer, verstehe ich zwar nicht, da die Möglichkeit des Weitergebens einer CD an einen Kollege aus der "Zielgruppe" kein allzu großes Problem darstellen sollte. Nun gut, THY MAJESTIE sind im RH also derb verrissen worden, was die Band zu einem Leserbrief animierte. Was das Alles mit meinem Review zu tun hat, liegt auf der Hand. "Hastings 1066" ist bei weitem nicht so schlecht, wie es vielleicht scheinen mag. Das aus Italien stammende Sextett ist dem Genre Symphonic Metal zuzuordnen, und ist nicht schlechter als zahlreiche andere Formationen aus ihrem Heimatland. Melodiöse, bombastische Keyboardarrangements dominieren das Klangbild, wobei die Klassikelemente fließend in das Gesamtbild eingearbeitet wurden. Was soll also so übel daran sein, wenn sich eine weitere Formation –gekonnt, meiner Meinung nach, und das nicht zum ersten Mal – in diesem Genre versucht ? Da wir Monat für Monat mit dem 4327ten Aufguß einer Fräulein/Männlein-Kombination konfrontiert werden, die allesamt gerne als "innovativ" bezeichnet werden, hat diese Band mit Sicherheit ihre Berechtigung. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Alternative-Heinis die uns als "Metaller" zu verscherbeln versucht Tut Euch den Gefallen und testet "Hastings 1066" zumindest einmal an, Ihr werdet es NICHT bereuen !
Walter

SEVENTH ONE - Sacrifice (Massacre/edel)
Warum ausgerechnet Skandinavien permanent geniale Newcomer an die Oberfläche spült, weiß ich auch nicht. Bei SEVENTH ONE hat Massacre wieder einmal in den Underground-Sümpfen des Nordens geangelt und einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Das Quintett stammt aus Schweden, wobei Sänger Rhino Fredh norwegischer Abstammung ist. Aufmerksamen Beobachtern des Undergrounds sollte die Formation bekannt vorkommen, hatte sie doch schon die Ehre auf einem der vom RH herausgegebenen "Unerhört!"-Sampler mitzuwirken. Auch auf den vom HOW präsentierten "Metal Crusade"-Compilations war die Band vertreten. "Sacrifice" ist dem melodiösen Power Metal zuzuordnen, wobei zwar noch nicht alles perfekt ist, die Grundvoraussetzungen für internationale Erfolge jedoch gegeben sind. Songs wie "The Seventh Eye", "Remembrance" oder der Titeltrack lassen auf eine große Zukunft hoffen, wenn die weiteren Kompositionen ähnlich brillant ausfallen. Dem gegenüber stehen noch einige, in meinen Ohren eher unausgegorene, Tracks wie "Hallowed Ground", bei dem vergessen wurde durch Breaks für Abwechslung zu sorgen. Besonderes Lob meinerseits ergeht an Rhino, dessen Stimme wie eine "nüchterne" Version von LEFAY-Kehle Charles Rytkönen klingt; nicht so rau, aber ungemein aufdringlich.
Weiter so meine Herren !
Walter

RAISE HELL – Wicked Is My Game (Nuclear Blast/edel)
Yeah, wicked is my fuckin´ game! Anders gesagt: Thrash, Thrash und nochmals Thrash! Klar fallen einem beim ersten Gedanken an diese spezielle Art unser aller Lieblingsmusik zunächst eher mal Namen wie Slayer, Sodom, Kreator oder Destruction ein, dem einen oder anderen vielleicht auch noch The Haunted, Exodus, Holy Moses, Mordred oder.... oder eben Raise Hell. Die veröffentlichen am 28. 10. nämlich ihr auch schon wieder drittes Album. Zeitgleich werden übrigens im Rahmen der Nuclear Blast-"2 CDs auf einer"-Serie die beiden Vorgänger "Holy Target" und "Not Dead Yet" gemeinsam wiederöffentlicht. Dies nur für alle, die noch nicht im Besitz erwähnter Alben sind. Doch zurück zur aktuellen Scheibe: Schon der Opener "Hellborn" macht klar, daß sich im Hause Raise Hell nicht allzuviel geändert hat und das ist verdammt nochmal gut so. Da wird die Thrash-Keule geschwungen, der Thrash-Head gebangt und die Thrash-Fist gen Thrash-Himmel geboxt. Stücke wie "The Haunted House", "Death Race" oder der Titeltrack zwingen einem geradezu zum Wohnzimmer-Pogo, zum fröhlichen Moshen durch die nachbarliche Küche, zur Luftgitarre in der Badewanne. Auch die anderen 6 Tracks (ergibt in Summe 9; für die schnellen unter Euch...) stehen um nichts nach, und die Hervorhebung einzelner Songs erscheint sowieso nicht angebracht. Diese Platte killt als Gesamtwerk; zeigt auf, daß Thrash Metal auch 2002 weder zur Modebewegung noch in die Frühpension mutieren wird. Wicked Is Our Game? Definitely!
www.nuclearblast.de
Andi

JACK FROST – Self Abusing Uglysex Ungod (W.A.B./Napalm)
Still und heimlich haben sich die Linzer mit den immer wieder für ein Schmunzeln sorgenden Pseudonymen Phred Phinster, Mournful Morales, Gary Gloom und Collossos Rossos zu einem der auf internationaler Ebene erfolgreichsten österreichischen Rock-Acts hinauf gearbeitet. Gute zehn Jahre sind die morbiden Stahlstädter nun auch schon wieder unterwegs, unlängst erschien ihr fünftes Album und alleine dessen Titel macht in gewohnter JF-Manier klar, daß sich die Combo auch weiterhin selbst nicht allzuernst nimmt. Mit ein Grund, sie zu mögen. So überwiegen dann auch musikalisch keine ausgelutschen Gothic-/Doom-Klischees, sondern eine fast schon rotzige Frische, die nixdestotrotz natürlich jede Menge Schwermut und Melancholie mit sich trägt. Man braucht keine neuen Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, um amtlich losrocken zu können. Das wußten Black Sabbath schon vor 25 Jahren, das wissen auch die hier. Die in der Info erwähnten Gluecifer müssten schon sehr viel und sehr schlecht geraucht haben, um auf das typische Jack Frost-Tempo zu kommen ;-) Auch die obligate Coverversion darf auf "Self Abusing..." natürlich nicht fehlen. Nach den Mamas&Papas oder Uriah Heep müssen diesmal die Linzer Kollegen "The Priests" dran glauben. Auch eine Form von Nachbarschaftshilfe. In Summe schreit das Album – wie auch schon seine vier Vorgänger – natürlich wieder nicht nach "Hit!" oder "Trend!". Es befriedigt vielmehr die nicht mehr allzukleine Fanschar, die man sich im Laufe der Jahre kontinuierlich erspielt hat. Und welcher der Band – trotz kleiner, fast schon pflichtmäßig erscheinender Kurskorrekturen von CD zu CD – auch weiterhin Treue geloben wird. Einmal ein kleiner Gloom Rock Bastard, immer ein kleiner Gloom Rock Bastard. Und, mal im Vertrauen: sind wir nicht alle ein wenig gloomy... ?!
www.jackfrost.at
Andi

DIVERSE – Melody And Power (Massacre/edel)
Im Prinzip steht alles, was es über diesen Sampler zu sagen gibt, schon in der obigen Zeile: Diverse Interpreten, die sich im Bereich des Melodic-und/oder Power-Metal beheimatet fühlen und zudem beim deutschen "Massacre"-Label unter Vertrag stehen, sind hier mit je einem Song vertreten. Das Erfreuliche dabei: die Scheibe (16 Tracks) steht zum Special Price in den Läden. Nicht ganz so erfreulich: alle Liedchens sind bloß aus den regulären Alben der einzelnen Bands ausgekoppelt, soll heißen: keine unveröffentlichten Aufnahmen, keine Live-Sachen, keine Raritäten oder sonstiges. Schade eigentlich. Aber nun wollen wir dann doch auch noch ein paar Namen preisgeben: Den Beginn machen MAJESTY, die "deutschen Manowar", mit ihrer Hymne "Fields Of War". Der Song alleine beweist, warum die Truppe im True Metal Bereich zu den momentan heißesten Eisen gezählt wird, Interessenten mögen das komplette Album der Combo anchecken! FIREWIND agieren anschließend in klassischen Melodic-Gefielden, und das nicht schlecht. PRETTY MAIDS und ihr Ohrwurm "Would´n Miss You" (zweimal hören und dreimal mitträllern) stellen einen der ersten Höhepunkte auf "Melody And Power" dar. Ein weiterer folgt auf dem Fuß und zwar in Form von CORNERSTONE. Purple-Freaks sollten die Band und ihr aktuelles Album "Human Stain" eigentlich kennen. Nun kommt es zum Wiederhören mit AXXIS (als ob wer danach gefragt hätte...) und zur Auseinandersetzung mit den STRATOVARIUS-Fans MEDUZA. Interessanter da schon SUPREME MAJESTY und unsere alten Freunde von PINK CREAM 69 (Highlight!). Daß SCANNER noch immer leben und mittlerweile eine Frau hinter´m Mikro haben, dürfte sich seit der vor kurzem veröffentlichten Comeback-CD "Scantropolis" schon umgesprochen haben. Daraus hören wir einen Song mit dem hübschen Titel "Till The Ferryman Dies". Die Tour-Absager POWERGOD präsentieren gemeinsam mit DORO deren Klassiker "Burning The Witches" aus dem "Bleed For The Gods"-Album. METALIUM sind auch mit von der Partie; für Freunde progressiverer Klänge empfehlen sich BALANCE OF POWER. Nach USM sorgen EDENBRIDGE mit "Starlight Reverie" dafür, daß auch ein österr. Act auf der Compilation vertreten ist. Abgeschlossen wird das Teil mit den Christian Schmid-Freunden SILENT FORCE und den Walter Scheurer-Kumpels HORIZON. Wir sehen: es ist für jeden was dabei...
www.massacre-records.com
Andi

AUTUMN CLAN – Requiem To The Sun (W.A.B./Napalm)
Spät, aber doch auch hier ein Review jener Band, die mir schon im letzten Jahrtausend (genauer gesagt 1999) beim damaligen Finale unseres Bandcontests angenehm aufgefallen ist. Seitdem hat sich viel getan im Hause Autumn Clan. Diverse Demo-Aufnahmen und vor allem viele Live- und Festival-Auftritte - u.a. als Support für In Extremo oder Das Ich – brachten den Steirern einen recht ansehlichen Status in der heimischen Szenerie ein und nicht zuletzt einen Deal mit Wait And Bleed. Dort erschien eben "vor kurzem" ihr aktuelles Album "Requiem To The Sun", welches von Boban Milunovic produziert und im schwedischen "Cutting-Room" gemastert wurde. Die Mucke der Band in bestehende Schubladen zu ordnen, erscheint nicht sonderlich leicht, aber lassen wir mal den – auch vom Label auf der Info vorgeschlagenen – Banner "Gothic Rock" gelten. Wobei alleine "Rock" schon sehr relativ ist hier, denn während´s auf der einen Seite hie und da schon ein wenig "Metal" wird, mutiert´s auf der anderen Seite fast zum reinen "Gothic"; also ohne "Rock". Äh, egal. Autum Clan machen auf alle Fälle sehr emotionale Musik, welche bei Genre-Fans durchaus die erwünschten Stimmungen hervorrufen könnte. Dafür verantwortlich zeichnet nicht zuletzt Sänger Jens, der jedem eigenen Song seine persönliche Note aufdrückt. Unterstützt wird er dabei von den Gitarren (auch seiner eigenen...), die ihm über der soliden Rhythmus-Abteilung durch die einprägsamen Melodien begleiten. So entstand also eine Platte, die als Gesamtwerk zu betrachten ist und daher keiner Anspieltipps bedarf, zumal "Requiem..." auch als Wechselbad der Gefühle verstanden und wahrgenommen werden darf und es wäre schade, eine einzelne Station dieser musikalischen Reise zu versäumen. Fans der späteren Life Of Agony oder Type O´-Jünger(innen), um hier endlich auch mal ungefähre Vergleiche ins Spiel zu bringen, tun sich mit dieser Platte auf alle Fälle gewiß nichts Schlechtes... und auch alle anderen, welche die Türe zur atmosphärischen Düster-Mücke auch nur einen Spaltbreit offen haben, dürfen hier gerne mal rein hören. Österreich hatte in dieser Richtung schon immer gute Bands. Autumn Clan ist definitiv eine davon.
www.autumnclan.com
Andi

MY DARKEST HATE – To Whom It May Concern (Massacre/edel)
Zweitling der Band von Jörg M. Knittel, Oli Großhans (beide Sacred Steel) und Klaus Sperling (Primal Fear). Hatte das Debüt "Massive Brutality" noch den Beigeschmack, daß hier ein paar renommierte Power Metaller in ihrer Freizeit hobby-mäßig ein wenig dem Todesblei-Sound fröhnen, so beweist "To Whom..." eindrucksvoll, daß My Darkest Hate eine ernstzunehmende Band darstellt (die auch live ihre Sache beherrscht). Kurzes Intro und schon macht Neo-Shouter Chris Simper (ex-Disinfect; sein Vorgänger Rene Preiffer mußte den Job bei MDH leider wegen einer Krankheit an den Nagel hängen) mit einem herrlich bösem "Begrüßungs-Rülperl" klar, worum´s hier geht. Old-School-Geknüppel steht auf dem Programm, nicht einmal lassen Bolt Thrower oder Slayer grüßen. Welche Schule die Jungs durchgegangen sind, macht auch die Coverversion von "Brain Dead" klar. Da auch produktionstechnisch (Achim Köhler; u.a. Pungent Stench) nichts zu bemängeln ist, darf man hier von einem rundum gelungenen Death-Thrash Album sprechen, welches Genre-Fan auf alle Fälle anchecken sollten.
www.massacre-records.com
Andi

UFO - Sharks (Steamhammer/SPV/Musica)
Die alte Streithähne Phil Mogg und Michael Schenker haben sich (zumindest vorübergehend) wieder liebgewonnen und erfreuen ihre treue Gefolgschaft mit einem brillanten neuen Machwerk. "Sharks" zeigt die Band (Pete Way am Bass und Aynsley Dunbar am Schlagzeug komplettieren die aktuelle Besetzung) von ihrer stärksten Seite. Schon der Opener "Outlaw Man" gibt eindeutig die Richtung vor. Es wird gerockt wie in den besten Zeiten, obwohl der Song auch Südstaaten-Formationen nicht schlecht zu Gesicht stehen würde. Weitere Beispiele wie "Quicksilver Rider" oder das grandiose "Serenity", sowie der in meinen Augen Höhepunkt des Albums namens "Sea of Faith" sollten auch die Zweifler unter der Leserschaft davon überzeugen, dass mit UFO in dieser Besetzung unter den gegebenen Voraussetzungen noch immer zu rechnen ist.
Walter

MESSIAH`S KISS - Prayer For The Dying (Steamhammer/SPV/Musica)
Bands mit "Messiah” im Namen waren schon seit Jahren Bestandteil unserer Szene und bürgten auch fast immer für Qualität. Ich erinnere hier nur an Messiah Prophet oder Messiah Force (wer kennt die nicht... außer Dir? Andi). Nun legen also die von mir fälschlicherweise als Newcomer betrachteten Messiah´s Kiss ihr Debüt in die Läden dieser Welt. Für Newcomer sind die Herrschaften dieser deutsch–amerikanischen Liasion nämlich bereits zu lange im Geschäft, was man den Kompositonen auch anhört. Die Instrumentalfraktion war lange Jahre unter dem Namen REPRESSION im deutschen Metal-Underground vertreten, und Sänger Mike Tirelli veredelte mit seiner rauen Stimme zuletzt unter anderem die Scheiben von HOLY MOTHER. Wer sich mit letztgenannter Band anfreunden konnte, wird auch an "Prayer For The Dying" nicht vorbeikommen. Melodiöser Power Metal ist hier Programm und Tirelli´s Stimme setzt den wahrlich gelungenen Songs noch das Sahnehäubchen auf. Wer´s nicht glaubt, besorgt sich schnellstens das Album und bangt zu gnadenlos genialen Songs wie "Light In The Black" oder "Reign Of Fire", oder den Titelsong, oder.....; na geschnallt ? So, jetzt ab in den nächsten CD - Laden!
Walter


SPOCK`S BEARD - Snow (Inside Out/SPV/Musica)
Hier ist es also, das erste, das ultimative Konzeptalbum dieser amerikanischen Prog–Formation, die zu Recht von ihrer Fanschar vergöttert wird. Leider Gottes hat die Plattenfirma den Hörgenuß der Promoexememplare auf die Hälfte reduziert. Soll heißen anstelle der Doppel-CD ist in der Promoversion lediglich CD 1 enthalten. Eine grandiose Idee zur Beurteilung eines Konzeptalbums! Genug gelästert; denn schon die vorliegende erste CD reicht aus, um ins Schwärmen zu geraten. Die Geschichte handelt von einem Typen namens Snow, dem heilende Fähigkeiten in die Wiege gelegt wurden. Näheres zum Konzept wird im Interview , das demnächst stattfinden sollte, erläutert.
Die musikalische Ausrichtung des Werk mit "Prog–Rock" zu klassifizieren ist, gelinde gesagt, untertrieben. Meine Geringfügikeit vermag Jazz–Elemente ebenso heraushören, wie eingängige Rock – Parts. Von Gitarrenattacken bis hin zu Bläsereinsätzen wird alles geboten, was in irgendeiner Form erlaubt ist. Es ist beinahe unmöglich, jedes Detail zu erfassen, denn dazu MUSS diese Scheibe zumindest zehnmal hintereinander gehört werden. Wer sich also die gesamte Doppel-CD so richtig geben will, sollte unmittelbar nach dem Erwerb um eine Woche Urlaub ansuchen. Wenn Spock´s Beard nicht endlich in die "Himmel" der Proggies zu YES, GENESIS und DREAM THEATER emporgehoben werden, dann läuft irgendetwas faul...
Walter


THE FALLEN - Front Toward Enemy (Metal Blade/NSM)
So ist das also. Nicht nur das gemeine Fußvolk begibt sich in die unendlichen Weiten des Internets, um nach neuen, talentierten Bands Ausschau zu halten. Auch Plattenfirmen sind auf diesem Gebiet aktiv. Im vorliegenden Fall hat die kalifornische Band THE FALLEN durch den Gewinn eines Bandwettbewerbs, namens "Metal Search 2000", der von www.mp3.com und Metal Blade Records gesponsert war, ein Deal bei eben jenem Label erhalten. Das Quartett aus Orange County hat sich dem Metal verschrieben, wobei der Grenzbereich zwischen Death und Thrash vollständig abgedeckt wird. Aber auch Elemente aus der Hardcore–Ecke sind zu vernehmen. Speziell der Gesang erinnert ein ums andere mal an PRO-PAIN. Ihr merkt schon hier wird heftigst geknüppelt. Im amerikanischen Underground haben sich die vier Herren schon einen recht guten Namen gemacht, in unseren Breiten sollte "Front Toward Enemy" ebenfalls dafür sorgen.
Walter

DIES IRAE - The Sin War (Metal Blade/NSM)
Nicht nur in Skandinavien scheint es an der Tagesordnung zu sein, mit bekannten Musikern anderer Bands Nebenprojekte aus der Taufe zu heben. Auch in Polen scheint dies zum guten Ton in der Metal –Szene zu gehören. Hinter DIES IRAE verbergen sich die Herren Mauser (G) und Doc (D) von den beinahe schon "einheimischen" VADER, sowie Hiro (G) von SCEPTIC und Novy (B;V) von BEHEMOTH bzw. DEVILYN. Schon die bloße Erwähnung der Bandnamen sollte die Zielgruppe in Verzückung stürzen, denn einer großartigen Analyse des Sounds bedarf es wahrlich nicht. Death Metal der technischen Sorte, ab und an durch dezente Industrial-Einsprengsel aufgelockert wird hier zelebriert, dass einem Angst und Bange werden kann. Wie gesagt, ein gefundenes Fressen für die Zielgruppe !
Walter

Theory Of A Deadman - "Theory Of A Deadman" (Roadrunner/Musica)
"You try to open your mouth but only shit would come out" - ehrliche, rauhe Texte also, die uns die Vancouver da vor die Füße rocken. Wer Vergleiche mit Nickelback ziehen will, möge das beruhigt tun: tatsächlich wurden die Jungs von Nickelback-Frontler Chad Kroeger produziert, wobei der Meister selbst auch an den Songs mitschrieb und Gitarrenparts beisteuerte. Wen wundert's also. Nett (von knochentrocken bis schwermütigst balladig) ist die Scheibe aber trotzdem - oder gerade deshalb, who knows.
www.theoryofadeadman.com
Althea


Mushroomhead - "XX" (Motor/Universal)
Eins vorweg: trotz maskentragender Musiker ist diese Band KEIN Slipknot-Verschnitt! Die Truppe aus Cleveland gibt's immerhin bereits seit Anfang der 90er - nur wurde bislang (inklusive einiger Veröffentlichungen und zahlreicher Live-Gigs) im Underground gewerkt, bevor 2001 auf den Major Deal eingegangen wurde. Dem in Folge das Major Debüt entsprang. Welches verdammt geil, durch den Wind, verrückt, experimentell, tiefgehend, abwechslungsreich, laut - na, wir wollen nicht übertreiben, also: geil rüberkommt, anstatt einfach nur krank und pervers. Kurz: guter Metal-Mix mit Rap(core)- und Pure Rock- sowie (sure!) schwerst metallischen Komponenten, in dem keine einzige Note verschwendet, keine einzige Pause eingelegt wird.
Althea


Stonesour - "Stonesour" (Roadrunner/Musica)

Am Mikro steht zwar Corey Taylor, seines Zeichens Frontman der durchgeknallten Slipknot-Combo. Wer allerdings glaubt, dass damit alles geritzt sei, irrt - zum Teil klingen die Songs irgendwo zwischen Metalcore und groovigem Rock zwar interessant, insgesamt kommt das ganze aber ziemlich müde rüber. Mir - mir FEHLT WAS (oder wer von euch kennt diese Radio-Autowerbung nicht? (ich! Andi))....
www.stonesour.com
Althea


Thine - "In Therapy" (Peaceville/edel)
Depressive, schräge Klänge aus den dunklen Winkeln der menschlichen Psyche inklusive herzerwärmendem Geklampfe mit hängenbleibenden Melodien, das zum Nachdenken und Kopf-wie-irr-hin-und-her-wippen anregt, und perfekt für die kommenden düsteren Herbstabende allein daheim (mit vergilbten Erinnerungsfotos in der einen und einer Flasche Bordeaux in der anderen Hand) scheint.
www.peaceville.com
Althea


The Bones - "Bigger than Jesus" (NSM)
Schwedisch-punkiger Fast Forward-Rock'n Roll ohne süße kleine Melodien oder auf Bravo-Leser zugeschnittene Texte. Dafür mit einem musikalischen Fluß, der vom ersten bis zum letzten Track mitreißt, unverblümt in den Aussagen und grad darum so "refreshing". Die korrekte Untermalung für das Easy Livin', das wir in Wirklichkeit alle gern hätten - Sonnenbaden am Dach des Nachbarautos, Gitarren aus dem Wohnzimmerfenster hauen und Nacht für Nacht durchzechen, ohne am nächsten Tag verkatert zu sein oder gar in die Arbeit gehen zu müssen. Hach, ja...
www.bonesrocknroll.com
Althea


Fear Factory - "Concrete" (Roadrunner/Musica)
Im Juli 2002 kam dieses bis dahin ungeborene Kind, sprich das jahrelang unveröffentlichte Erstlingswerk der Südkalifornier, endlich an die Frischluft - mit Death Metal-Grollen, harschem Gegrunze und rauhesten Tönen. Manche der Tracks wurden zwar in den bekannten FF-Alben re-recorded, umgeformt, umbenannt, weiterverwendet, 98 Prozent klingen aber auf jeden Fall völlig unbekannt. So soll es sein. Die Fans dürfen damit an den Wurzeln ihrer Heroes schnuppern, die schon gar nicht mehr da sind. Interessante Wurzeln, gute Idee. Schön für Dino & Co., die jetzt, spät aber doch noch was von ihrer wirklich ersten Platte haben. Ob die Fan-Welt damit allerdings wieder heil ist, wage ich persönlich zu bezweifeln.
Althea

STORMWITCH - Dance With The Witches (Silverdust/NSM)
Nach dem Split dieser süddeutschen Melodic Metal-Formation vor doch schon einiger Zeit, kommt nun Ex-Sänger Andy Mück nicht daran vorbei, den Versuch eines Comebacks zu wagen. Mit komplett neuer Mannschaft (von seinen früheren Bandkollegen sind ja Gitarrist Lee Tarot mit TAROT`S MYST und Bassist Martin Albrecht bei VALLEY`S EVE noch immer aktiv in der Szene vertreten.) folgt also 2002 unter den Fittichen des aufstrebenden Silverdust–Labels der auf CD verewigte Comeback-Versuch. Die Melodic Metal–Anteile sind natürlich immer noch die Basis des Sounds, aber auch moderne, zur Zeit recht angesagte Stilelemente sind zu vernehmen. Keine Panik! Ich meine natürlich die mitteralterlich–folkloristischen Einflüsse, die in Songs wie " The Devil´s Bride" zum Vorschein kommen. Ob die Formation an glorreiche Zeiten anschließen können wird, als man in Osteuropa zu den Top-Acts zählte, das wird die nahe Zukunft zeigen, mit "Dance of the Witches" ist ihr jedenfalls ein mehr als nur gelungener Wiedereinstieg in die schwermetallene Szenerie gelungen. Daumen hoch für die Sturmhexe !!
Walter


WW III When God turned Away (Reality Entertainment/edel)
Und noch ein Comeback-Versuch ! Mandy Lion, Sänger und Drahtzieher dieser Formation hat nach Jahren wieder Musiker um seine Person versammelt, um ein zweites WW III Album aufzunehmen. Das Debüt aus dem Jahre 1990 kenne ich zwar, ist mir aber nicht unbedingt in Erinnerung. Daher gehe an "When God turned away" eher wie an einen Erstling heran. Mandy ´s Stimme erinnert mich – nicht lachen, es ist einfach so - am ehesten an Szene Original Cle von den ANGRY ANGELS in deren thrashigeren Songs (warum sollte man da jetzt auch lachen?! Andi). Aus musikalischer Sicht würde ich WW III in die Kategorie groove orientirter Heavy Rock einordnen. Schon der Opener "Rise Up" zeigt einem deutlich die Marschrichtung, die bis auf wenige Ausnahmen beibehalten wird. Als besonderes Schmankerl muß die Cover-Version von "Fighting for the Earth" der US Metal Legende WARRIOR angeführt werden. Hervorragende Auswahl, meine Herren! Oder liegt es etwa daran, dass dieses Scheibchen in den Silver Cloud Studios des Herren Joe Floyd, der bei WW III auch die Laute rupft, aufgenommen wurde ? Wo dieser Typ an und für sich für die Gitarre zuständig ist, muß hoffentlich nicht näher erläutert werden. Wie auch immer , Dampfhammer -Groove–Metal wie dieser ist immer zu empfehlen !!
Walter

ANGUISH - Symmetry (Massacre/edel)
Cooles Teil! Deutschen Prog–Metal Bands war ich ja noch nie abgeneigt, aber mit ANGUISH präsentieren uns Massacre ein für das Label zwar untypisches Produkt, doch dafür ein absolutes Highlight. Die aus Heidelberg stammende Formation überzeugt über die gesamte Spielzeit durch das perfekt ausgeklügelte Zusammenspiel der Gitarrenfront mit den Keyboards. Basierend auf einem druckvollen Rhythmusteppich verzaubern die Herrschaften (mit Dame an den Tasten) die Zuhörerschaft. Darüber hinaus weiß auch Sänger Nuno zu überzeugen. Die im Infozetterl zitierten Queensryche und das Traumtheater vermag ich zwar nicht zu herauszuhören, sehr wohl aber FATES WARNING. Der Titelsong, das eher düster beginnende "Moonlight", oder auch das mit Akustikgitarren startende "Maze of Emotions" würden auch unseren Göttern nicht schlecht zu Gesicht stehen. Selbstverwirklichungsversuche der Insrumentalisten sucht man vergeblich, auch die Produktion klingt einwandfrei.Was bleibt mir also mehr zu schreiben als: reinhören, kaufen, mitnehmen und endlos liebhaben....
Walter


RIOT - Through the Storm (Metal Blade/NSM)
In ihrer knapp 25-jährigen Geschichte haben RIOT so ziemlich alles mitgemacht, was eine Band erleben kann. Von positiven Erlebnissen, wie einem umjubelten Auftritt in Wacken bis hinzu businesstechnischen Tiefpunkten und Line Up-Problemen, die zu Tourneeabsagen führten, ist so ziemlich alles vorhanden. Stilistisch sind die Frühwerke dem klassischen Hardrock zuzuordnen, während man Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger Metal–Klassiker der Sorte "The Privilege of Power" oder "Nightbreaker" veröffentlichte. Seit Mike Dimeo den Posten des Sängers übernommen hat, tendiert der Stil wieder ganz klar in Richtung "Old – School". So auch auf "Through the Storm". Neu im Boot gegenüber den letzten Scheben ist Drummer Bobby Rondinelli, der Namensvetter Jarzombek zumindest im Studio vertreten hat. Die einzelnen Tracks fressen sich durch die Gehörgänge und verankern sich in den Gehirnwindungen. Besondere Beispiele gefällig? Teste einmal den Titelsong, oder "Turn the Tables", oder "Burn the Sun", oder...., es ließen sich eigentlich alle Songs anführen, inklusive der UFO–Coverversion "Only You Can Rock Me" und der instrumental vorgetragenen BEATLES–Nummer "Here Comes The Sun". Die Zielgruppe kann problemlos blind zugreifen !!
Walter

THRESHOLD - Critical Mass (Inside Out/SPV/Musica)
In regelmäßigen Abständen erfreut uns die englische Prog–Formation rund um Guitar-Hero Karl Groom mit qualitativ hochwertiger Kost. So auch in diesem Jahr. Was sich schon auf den letzten beiden Werken "Clone" und "Hypothetical" abgezeichnet hat, wird auf "Critical Mass" manifestiert. Nicht, dass meine Wenigkeit die Gesangsleistungen der Herren Damian Wilson und Glynn Morgan nicht zu schätzen wüsste, aber in meinen Ohren klangen Threshold nie so homogen wie heutzutage. Auch Andrew Macdermott hat sich gesangstechnisch seit alten SARGANT FURY–Tagen stark verbessert und passt zu den Songs wie der Popo auf die Klobrille. Wem die Band früher vielleicht zu sperrig gewesen ist, muß unbedingt in Ohrwürmer wie "Phenomenon" oder "Choices" oder "Falling Away" reinhören. Als ganz besonderes Highlight sei allerdings der fast vierzehnminütige Titelsong ausgepriesen, zu dem lediglich ein lapidares "Prog as Prog can" angemerkt werden darf. Ihr könnt mich für verrückt erklären (a geh... Andi), aber diese Scheibe wird neue Maßstäbe in diesem Genre setzen ! Dazu bleibt mir lediglich noch ein Zitat von einem unserer Götter: "All I ask of you is BELIEVE".
Walter

WARLORD - Rising Out Of The Ashes (Drakkar/BMG)
Hocherfreut nahm ich vor Monaten zur Kenntnis, daß William Tsamis und Mark Zonder so "nebenbei” ihre Kult–Formation WARLORD wieder zum Leben erweckt haben. Weniger erfreut war ich, als der Sänger bekanntgegeben wurde. Versteht mich nicht falsch, so sehr mir HAMMERFALL auch ans Herz gewachsen sind, die Kombination Joachim Cains und Warlord schien mir nicht unbedingt das Gelbe vom Ei zu sein. Zugegebenermaßen muß aich ber anführen, dass die Coverversion von "Child of the Damned" nach wie vor eines meiner Lieblingsstücke der Schweden ist. Wie auch immer, die Bezeichnung NEUES Album ist bei "Rising..." ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Der Opener "Battle of the Living Dead" stammt genauso von LORDIAN GUARD (der legitimen WARLORD - Nachfolgeband des Herrn Tsamis) wie "My Name is Man", "Winds of Thor", "War in Heaven" und "Invaders". Dazu gibt es noch ein Remake des Gassenhauers "Lucifer´s Hammer". Ich werde das Gefühl nicht los, es handelt sich um eine Art Compilation -Album mit neuen Songs. Dazu kommt noch erschwerend die Tatsache, dass auch noch die gesamte Spielzeit über diese permanente HAMMERFALL – Touch zu vernehmen ist. So, jetzt aber genug gelästert ! Komplettisten werden sich das Scheibchen ohnehin zu legen, und die heutige Jugend sollte ebenfalls ein Ohr riskieren, um zu verstehen, was gemeint ist, wenn die "Alten" von Kultbands zu schwärmen beginnen.
Freuen wir uns also auf eine "tatsächlich neue" WARLORD, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.
Walter

KRAZE - Devil in Disguise (Iron Glory/NSM)
Das wurde aber auch Zeit ! Freunde, ihr könnt´ eure alten abgenudelten Tapes endgültig zur Entsorgung freigeben. "Devil in Disguise" enthält Songs der (I – III betitelten ) Demotapes dieser amerikanischen Metaller. Diese stammten aus den Jahren 1987 – 1989 und dementsprechend klingen sie auch. Ob alle Songs der Demos übernommen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis, da mein "Kassetterl" so ungefähr die dritte Kopie einer Zusammenstellung der Songs ist, aber das nur so nebenbei. Wer sich immer noch amerikanischen Power Metal dieser Zeit reinzieht, der gelegentlich in Richtung Speed Metal tendiert, aber auch gefühlvolle Momente bietet, kann mit dieser CD nichts falsch machen. Auch die Stimme sollte der Zielgruppe zusagen, diese ist zwar in höheren Gefilden anzusiedeln, von "Eunuchengequäke" aber weit entfernt. Daher ergeht von meiner Seite nicht nur eine dringende Kaufempfehlung an die Zielgruppe, sondern auch meine persönliche Verneigung vor Iron Glory Records, die uns immer wieder mit Leckerbissen dieser Art erfreuen !
Walter

MOB RULES - Hollowed Be Thy Name (Steamhammer/SPV/Musica)
Mit "Hollowed…” steht mittlerweile das dritte Scheibchen der norddeutschen Band rund um HAMMER–Schreiberling Matthias Mineur in den Regalen. Waren schon die Vorgängerwerke nicht von schlechten Eltern, so muß der Band zu ihrem bisherigen Karrierehöhepunkt gratuliert werden. Die immer wieder in Umlauf gebrachten Vergleiche zu den Hamburger "Mega – Acts" sollten diesesmal entgültig verstummen. Ich meine viel eher zahlreiche Reminiszenzen an SAVATAGE neueren Datums ausmachen zu können. Auf Grund der Instrumentierung (Doppelpackklampfen und Keyboard) kann ein gleichzeitig druckvoller wie melodiöser Sound vorgebracht werden. Manche, fast klassisch klingende Passagen erinnern an die italienische Schule, aber auch die Werke des Herrn Yngwie dürften nicht ganz unbekannt sein. Das zum Überleben in diesem Genre benötigte Quentchen Glück sollte in Bälde den Durchbruch für MOB RULES bringen, denn was bitte sollte uns auf dem Sektor des Melodic Power Metals aus Europa in den nächsten Monaten mehr erfreuen, als "Hollowed Be Thy Name" ?
Walter

GEOFF TATE - Geoff Tate (Sanctuary/edel)
Als eingefleischter Queensryche-Fan (`till the day i die) begegne ich diesem Solo-Debut mit gemischten Gefühlen. Denn diese einzigartige Stimme werde ich stets mit dem genialen Quintett aus Seattle assoziieren. Der Opener "Flood" tönt anfangs ja noch recht vielversprechend, bevor die monoton vor sich hintuckernden Synthies die Hoffnung auf ein echtes Rock-Album zunichte machen. Fast erwartungsgemäß bewegt man sich eher in experimentellem Fahrwasser, trendige Loops, sterile Computersounds, erinnert mich ein wenig an das bislang schwächste Queensryche Album "Hear In The Now Frontier". "Helpless" weckt zunächst Erinnerungen an "Silent Lucidity" und überrascht dann mit einer wunderschönen spanischen Gitarre. In "Grain Of Faith" und dem abschließenden "Over Me" kommt dann doch noch eine, wenn auch sparsam eingesetzte Heavy-Gitarre zum Zug. Geoff Tate selbst sagt zu diesem sehr persönlichen Album: "Die Stücke behandeln das stärkste Gefühl das es gibt: Die Liebe! Es geht um Gefühle, die man für jemanden empfindet, wie Beziehungen funktionieren oder eben nicht, die Missverständnisse, und was sonst eine Beziehung so ausmachen kann. Es ist ein Schritt aus sich heraus, eine neue Erfahrung vor der man vielleicht lange Zeit Angst hatte sie zu machen". Ein ruhiges, stimmungsvolles, melancholisches Album, daß mit seiner eigentlichen Band herzlich wenig zu tun hat. Aber diese Stimme! Nehmt euch Zeit, hört rein und gebt selbst ein Urteil ab! Sollte (muß!) man als echter Queensryche Fan dennoch besitzen. Und hoffen wir, daß die nächste Queensryche wieder so richtig rockt (die Hoffnung is´ a Hund.... Andi).
http://www.geofftate.com
Ger-Hard

ANVIL - Still Going Strong (Massacre/edel)
Die kanadischen Holzfäller rund um Frontman Lips und Drumtier Robb Reiner geniessen mittlerweile Kultstatus. Bereits 1981 erschien ihr Eigenregie produziertes Debut "Hard`n`Heavy", damals noch unter dem Bandnamen Lips. Bereits mit dem Zweitwerk "Metal On Metal" erwarben sie den Ruf, eine der härtesten und kompromisslosesten Bands der Szene zu sein. Leider hat sich 20 Jahre später der kommerzielle Erfolg noch immer nicht eingestellt. Auf "Still Going Strong" präsentieren sich die Kanadier nach wie vor selbstbewußt und energiegeladen. Schnörkelloser Heavy Metal heißt die Devise, ein Fest für alle Headbanger und Nostalgiker. "Old School" nennt man das heutzutage. Ein wenig mehr Abwechslung wäre zwar kein Fehler gewesen und wofür das Drumsolo bei "White Rhino" gut sein soll, ist mir nicht ganz klar. Braucht das wer? Dennoch, wer auf erdigen, traditionellen Metal mit roughen Gesang steht, sollte sich diese CD unbedingt mal reinziehen. Anvil zeigen, daß mit ihnen immer noch zu rechnen ist!
Ger-Hard

DARKANE - Expanding Senses (Nuclear Blast/edel)
YES! Genauso sollte moderner Thrash Metal klingen. Darkane sind eine junge Band aus Schweden (wieviele Metal-Bands gibt`s dort eigentlich noch?!), die den Thrash der alten Schule geschickt mit modernen Elementen verbindet. Stilistisch würde ich sie irgendwo zwischen Pantera, alten Metallica, Anthrax und Fear Factory ansiedeln. Hart, kompromisslos und schnell, überrascht man dennoch immer wieder mit Chören und melodiösen Refrains. Für exzessive Bang-Orgien vortrefflich geeignet. Könnte man, was das Wechselspiel von mörderischen Riffgewittern und Melodie betrifft, auch mit ihren Landsleuten von In Flames vergleichen. Gibt`s den Begriff "Nu-Thrash" eigentlich schon? Mir persönlich gefällt "Chaos Vs Order", das mit völlig untypischen, dezent eingestreuten Keyboardsounds überrascht, ganz besonders. Ganz einfach mal reinhören. Was Folgeschäden wie angeknackste Nackenwirbel und Räumungsklagen betrifft, wird von unserer Seite keinerlei Haftung übernommen. Darkane demonstrieren nachdrücklichst, daß exzellenter Thrash-Metal nicht zwingenderweise aus der Bay Area kommen muß. They really kick ass!!!
Ger-Hard

ANGRA - Hunters And Prey (SPV/Musica)
Die Brasilianer haben den Ausstieg dreier Mitglieder, darunter Sänger Andre Matheos, erstaunlich gut verkraftet. Das Comeback-Album mit dem treffenden Titel "Rebirth" wurde von der internationalen Fachpresse mit wahren Lobeshymnen abgefeiert. Der neue Frontman Edu Falashi hat die schwierige Aufgabe, Herrn Matheos zu ersetzen, mit Bravour gemeistert Als kleine Draufgabe für alle Angra-Freaks gibt´s nun seit kurzem das Mini-Album (immerhin fast 40 Minuten Audio) "Hunters And Prey" zum Special Price. Der Titeltrack kommt auf Englisch und Portugiesisch, "Rebirth" und "Heroes Of Sand" klingen auch akustisch nicht übel, dazu kommen 3 weitere brandneue Tracks sowie das Genesis-Cover "Mama" (des braucht wer... Andi). Abgerundet wird das Ganze durch einen üppigen Multimedia-Teil mit Photogallery, Screensaver, Wallpapers und dem Videoclip zu "Rebirth". Vorausgesetzt man besitzt einen Computer, eh kloar! Finde ich voll o.k., das Teil. Für alle, die Angra noch nicht kennen, stilistisch würde ich sie unter "Melodic Progressive Power Speed Metal" einordnen. Alles klaro?!
Ger-Hard


SILVER MOUNTAIN - Breaking Chains (Reality/edel)
In Schweden und Japan haben sie angeblich Legendenstatus. Gegründet bereits 1978 (!) von Jonas Hanson (voc., guitars) und Per Stadin (b.), stieß 1982 das Brüderpaar Johansson zur Band. Man veröffentlichte zwischen 1983 - 1988 drei Alben, um in der Folge getrennte Wege zu gehen. Keyboarder Jens Johansson spielte danach u.a. bei Yngwie Malmsteen, Stratovarius und Dio, Bruder Anders verdingte ebenfalls bei Malmsteen und später bei Hammerfall. Überraschenderweise basiert das Material dieser CD auf uralten Demos, die nun völlig neu aufgenommen wurden. Das heißt, man covert sich eigentlich selbst. Ist aber völlig egal, kennt hierzulande ohnedies niemand (oder doch?!). Bereits beim 2. Track "Before The Storm" wird klar, an welcher Band man sich seinerzeit orientierte. Rainbow lassen an allen Ecken und Enden grüßen (Ha! Wer hätte das bei diesen Bandnamen erwartetet?! Andi). Eigentlich logisch bei dem Bandnamen (sagte ich bereits, Andi). Schon wieder nichts, das die Musikwelt revolutioniert. Aber da es Rainbow schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gibt (was ist mit der Reunion?!), durchaus legitim. Gediegener Hardrock mit klassischen Einflüssen, nicht zu melodiös und geschliffen, eine wahre Wohltat nach dem 99sten Stratovarius-Klon. Long Live Rock`n`Roll!
Ger-Hard

FIREWIND - Between Heaven And Hell (Massacre/edel)
US-Power Metal aus Georgia. Firewind ist die Band des 21-jährigen griechischen Gitarristen Gus G., Drummer Brian Harris, Bassist und Landsmann Konstantine und dem Ex-Kenziner Sänger Stephen Frederick. Hier macht das Wörtchen "Power" wahrhaftig Sinn. Die ersten 4 Songs gehen unbarmherzig nach vorne los, ehe man uns mit dem Instrumental "Oceans" die erste kurze Ruhepause gönnt. Hier wird die Fahne des traditionellen Metal bedingungslos hochgehalten. Hymnisch, kraftvoll, mit jeder Menge Ohrwurm-Refrains. Vor allem die kraftvolle, rauhe Stimme von Stephen Frederick hebt dieses rundum gelungene Debüt von der Masse ähnlicher Veröffentlichungen ab. Besonders gelungen finde ich die Coverversion von "Pictured Life", einem Uralt-Song der mittlerweilen unendlich peinlichen Scorpions. Produziert hat Saiten-Hexer David T. Chastain, was soll da noch schiefgehen?! Bleibt zu hoffen, daß man sich gegen die Veröffentlichungsflut der Konkurrenz durchsetzen kann.
Ger-hard

DARK DECEPTION – "6 Gates To The Unknown" (Demo)
Das bereits 2001 erschienene Demo der Österreicher DARK DECEPTION bietet eine Mischung aus Death- und Black Metal. Es dominieren zwar die Death-Einflüsse, aber die Stimme und die Keyboards tendieren doch das eine oder andere Mal eher in Richtung Black. Vorweg gesagt, mir gefallen die Parts von "6 Gates To The Unknown", wo herber Death Metal vorherrscht, doch um eine Ecke besser als der Rest. Meiner Ansicht nach liegen nämlich die Stärken von DARK DECEPTION genau dort, wo geknüppelt und gegrowlt wird, denn exakt in diesem Bereich entwickeln die Jungs jede Menge Energie und Eigenständigkeit, was gerade für eine junge Band sehr wichtig ist, um auf dem von zahlreichen Bands und Veröffentlichungen überschwemmten Markt überhaupt eine Chance zu bekommen. Bei den Abschnitten, wo gekreischt und fest in die Tasten gegriffen wird, wirken DARK DECEPTION irgendwie schaumgebremst und zu sehr auf Trends fixiert. Der Sound des vorliegenden Demos ist leider auch nicht wirklich der Beste, aber für Demoverhältnisse ist er im Großen und Ganzen recht passabel geworden. Hie und da klingen die Drums und die Gitarren, die aber gerade die tragenden Instrumente der Musik von DARK DECEPTION sind, ein wenig verwaschen und nehmen den Stücken an Power. Doch trotz der vorhin erwähnten Mankos sind DARK DECEPTION im Hinblick auf das Songwriting und die Umsetzung ihrer Ideen absolut talentiert und Underground Freaks sollten sich "6 Gates To The Unknown" auf alle Fälle zulegen, denn das Demo beweist, daß auch der österreichische Nachwuchs nicht von schlechten Eltern ist. Bei Interesse wendet Euch bitte an darkdeception@gmx.at oder wählt 0043 699 11 17 53 86.
Vampira

DARKWELL – "Conflict Of Interest" (Napalm/Musica)
Gothic Metal der interessanten und gehobenen Kategorie ist die Mucke, die uns DARKWELL auf "Conflict Of Interest" präsentieren. Die 5 Studiotracks sind abwechslungsreich und heben sich damit vom Groß des Otto Normalverbraucher Gothic Metal ab, denn im Gegensatz zu vielen anderen Bands in diesem Bereich versinken DARKWELL nicht in eine Pseudodepression, sondern versprühen jede Menge positives Feeling und vor allem Spielfreude. Einzig die Stimme von Sängern Alexandra will nicht bei allen Songs zu 100 % in das Gesamtbild passen, denn zum Beispiel beim ersten Stück klingt sie im Gegensatz zu der Musik ein wenig zu "lustlos". Ganz anders ist das beim dritten Song "Elisabetha" der Fall, denn da fügt sich Alexandra perfekt in die Musik ein und verleiht dem Song jede Menge Atmosphäre. Neben den Eigenkompositionen ist auf "Conflict Of Interest" auch ein Cover zu finden und zwar "Twist In My Sobriety", welches im Original von TANITA TIKARAM stammt. Die Interpretation von DARKWELL ist zwar nicht von schlechten Eltern, kommt aber zu keiner Minute an die Version heran, welche die DREADFUL SHADOWS vor einigen Jahren veröffentlicht haben. Besonderen Gefallen fand ich an den beiden letzten Tracks, die Liveaufnahmen sind und so richtig zeigen, welche Fähigkeiten DARKWELL ihr eigen nennen können. Meiner Ansicht nach zählen DARKWELL mit Sicherheit zu einer der talentiertesten Bands Österreichs und sie haben zweifellos das Potential, mit "Conflict Of Interest" zumindest europaweit den Durchbruch zu schaffen.Vampira

W.A.S.P. - Dying For The World (Metal-Is/edel)
Abgesehen vom völlig vermurksten "K.F.D."-Album haben mich Blackie Lawless & Co noch nie wirklich entäuscht. Schon der Opener "Shadow Man" fahrt wie die Hölle. Auf "Dying For The World" verbindet man den puren, rauhen Rock`n`Roll der Frühwerke (ein gutes Beispiel ist z.B. "My Wicked Heart") geschickt mit dem Bombast von "The Headless Children" bzw. "The Crimson Idol". Gebt euch mal den Midtempo Kracher "Hallowed Ground" (kommt am Ende ein 2. Mal als eher unnötige Acoustic-Version) , kann doch locker mit den alten Gassenhauern mithalten. Oder?! Natürlich kann man Mr. Lawless vorwerfen, sich mittlerweilen nur noch selbst zu kopieren. Was soll`s? Schließlich macht er das verdammt gut. Ein Album, von dem kein W.A.S.P. Fan entäuscht sein dürfte. Ob wir in Österreich W.A.S.P. wohl jemals live erleben werden???
Ger-Hard.

SINCH - Sinch (Roadrunner/Musica)
Sinch stammen aus Pennsylvania, USA. Musikalisch würde ich sie am ehesten in der Grunge / Alternative Ecke ansiedeln. Vor allem Jamie Stern`s eindringlich-melancholischer Gesang erinnert an Szene-Größen wie Alice In Chains, Live oder Pearl Jam. Mit ihrem fragilen bis wuchtigen Sound liegen Sinch im Kreuzungsbereich von Soundgarden, Creed, Tool oder Disturbed. Keine schlechten Referenzen, würde ich sagen. Harte Gitarren, wuchtige Grooves, dazwischen immer wieder ruhige, ungewöhnlich intensive Passagen, die dramaturgische Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Minute erhalten. Obwohl das Album sehr emotional gehalten ist, kommt es dennoch zumeist rauh und rockig rüber. Ein wenig mehr Eigenständigkeit, dann könnten sie bald schon zu den ganz Großen ihrer Zunft zählen. Die Amis sollten eigentlich voll auf diesen Sound abfahren (die Amis werden das hier wohl auch sicher alle lesen... Andi).
Ger-Hard

TUNNEL VISION - Tomorrow (Massacre/edel)
Gegründet wurde das finnische Quintett 1995, mit dem Ziel, den Prog-Rock der Siebziger im Stil von Yes, Genesis oder Rush mit dem Heavy Metal der Achtziger zu verbinden. Operation gelungen - Patient lebt! Natürlich drängt sich wieder einmal der Vergleich mit den genialen Dream Theater auf. Doch Tunnel Vision sind insgesamt geradliniger und melodiöser, ohne deswegen völlig auf die genre-typischen Instrumental-Orgien zu verzichten. Die Songs sind trotz technischer Meisterleistungen für jedermann leicht nachvollziehbar. Hier sind definitiv Könner am Werk. Erfreulicherweise erstickt die Produktion nicht in Pathos und Pomp, als Anspieltip empfehle ich den groovigen Ohrwurm "Silence" oder das mächtig rockende "Parasites". Als krönender Abschluss folgt mit "While The World Awakes" das 11minütige Herzstück des Albums, hier ziehen die hoffnungsvollen Newcomer nochmals alle progressiven Register. Wer auf Bands wie Shadow Gallery, Fates Warning oder die vielzitierten Dream Theater abfährt, kann hier bedenkenlos zuschlagen.
Ger-Hard

PROFOUND – "Sick Society" (Eigenprod/Profound Records)
Oha, "Sick Society" ist eines der besten Demos, welches ich in den letzten Jahren in die Hände bekommen habe. Schade, daß der Spaß nach drei Songs schon wieder vorbei ist! PROFOUND haben die Gabe, melodiösen Death Metal in eine derart schwungvolle und frische Aufmachung zu verpacken, daß man den Eindruck hat, als ob diese Metalrichtung gerade neu erfunden wurde. Mich haben vor allem die Gitarren und die Stimme von Horst Weyerer echt vom Hocker gerissen, denn ich habe schon ewig nicht mehr so viel Spielfreude und Energie aus den Boxen schallen gehört. Okay, das Keyboard hätte die Band hin und wieder ein wenig zurückschrauben können, aber in Anbetracht der sonst massenhaft geilen Klänge, die sie fabriziert haben, verzeiht man PROFOUND diesen Schnitzer problemlos. Glanzstück ist der Titeltrack, bei dem vor allem das dominierende Gitarrenriff vom ersten Moment an in Fleisch und Blut übergeht. Absolut genial! Außerdem wurden die Songs im Vergleich zu den meisten Demos auch in einen sehr passablen Sound verpackt, der die Songs genau im richtigen Licht präsentiert. Solltet Ihr nun auf den Geschmack gekommen sein, könnt Ihr PROFOUND unter
folgender Adresse erreichen: Horst Weyerer, Augsdorf 6, A-9220 Velden /Ws (Tel. 0043 676 42 00 888).
Vampira

 

 


VIDEO/DVDs

BLACK SABBATH - The Black Sabbath History Vol. One + Two (Sanctuary/edel)
Auf 2 DVDs - richtig, Volume One und Volume Two - wird nun also die History von Black Sabbath aufgerollt und entpuppt sich als amtliches Vergnügen für den Fan. Man kann sich - wie meisten bei DVDs - entweder die ganze Geschichte in einem durch reinziehen oder aber man konzentriert sich "nur" auf die Interviews, die Clips, usw. Volume I beginnt auf alle Fälle mit alten Demo-Tracks und entsprechenden Bildaufnahmen, die schon sehr, äh, kultig sind. Wie die meisten der (alleine auf Part I) 11 "Clips", die übrigens - leider keine Selbstverständlichkeit im Business - allesamt zur Gänze ausgestrahlt werden. Zumeist handelt es sich dabei um (zum Teil legendäre) Live-Aufnahmen, so zappelt etwa ein blutjunger und frischer Ozzy zu den Klängen von "Paranoid" in einer belgischen Fernseh-Show rum, 1970 wohlgemerkt, während z.B. "War Pigs" während eines französischen Festivals gefilmt wurde. Andere Songs verdeutlichen wiederrum, daß zu diesen Zeiten die Produktion von profesionellen Video-Clips noch ziemlich in den Kinderschuhen steckte, haha... so haut beispielsweise beim gewaltig obskuren Video zu "Sabbath Bloody Sabbath" die Synchronisation nicht ganz so hin, soll heißen Ozzy bewegt sein Schandmaul zu Gesangs-Linien, die erst eingespielt werden, wenn er schon wieder fast fertig ist, hehe - man kennt das heutzutage eigentlich nur mehr von diversen Werbe-Sendern :-). Nicht minder amüsant der Clip zu "It´s Allright", bei dem Drummer Bill Ward die Vocals inne hat. Der informative Part der DVD hat´s auch in sich, man erfährt z.B. zu allen Black Sabbath-Platten das genaue Veröffentlichungs-Datum und auch die "History"-Selection darf dem Fan nahegelegt werden. Sehr detailliert und liebevoll werden hier einzelne Karriere-Stationen aufgearbeitet und die Herren Musiker wissen interessante Anekdoten zu erzählen. Die üblichen Gallerien und "Animated Menus" ergänzen Teil 1 der History.
Teil 2 beginnt dann mit dem Einstieg von Ronnie James Dio und bietet in weiterer Form ein logisches Wiedersehen mit Ian Gillian oder Tony Martin. Auch der viel zu früh von uns gegangene Cozy Powell ist mit von der Partie. Im Gegensatz zu Part I wird hierauf bei den 9 Clips zu Beginn etwas von den involvierten Akteuren reingequatscht, danach werden die Videos aber auch zur Gänze ausgespielt. Und auch diese laden wieder zum Staunen, Schmunzlen und zum sich-in-Nostalgie-Kuscheln ein. Herrlich z.B. das Heraufbeschwören so gut wie aller Achtziger-Jahre-Heavy-Klischees in "No Stranger To Love"; welches - mit Geoff Nicholls natürlich - noch dazu in L.A. gedreht wurde... "The Shining" mit Tony Martin geht in etwa die selbe Richtung und auch "The Headless Cross" (remember "Headbanger´s Ball?!) hat´s in sich. Im Film´chen zur Tyr-Ballade "Feels Good To Me" regnets dann förmlich Haarspray, Motorräder und knapp gekleidete junge Frauen. Daß Sabbath dieser Phase auch wieder entstiegen sind, beweist dann der "TV Crimes"-Clip mit dem zurückgeholten und gewohnt sympathisch wirkenden Ronnie James. Auch diese 2. DVD glänzt mit ähnlichen Schmankerln wie die erste, so sollte kein Jünger das Teil aus dem Player geben, ohne sich zuvor durch die umfangreiche "History"-Rubrik gekämpft zu haben.
Ein abschließendes Fazit ist schnell gezogen: Lediglich Ozzy-Freaks können sich mit einer der beiden DVDs begnügen (logischerweise der ersten), alle anderen - Rockmusikliebhaber im Allgemeinen, "Historiker" und B.S.-Fans im speziellen - sollten beide Teile auf ihre Einkaufsliste schreiben. Let´s Get Paranoid!
www.sanctuaryrecordsgroup.co.uk
Andi

FEAR FACTORY – Digital Connectivity (Roadrunner/Musica)
Value For Money! Zwar entstand diese DVD bereits zu Zeiten, als die Band noch existierte, dennoch (oder gerade deswegen) darf man sie als würdiges "Abschiedsgeschenk" an die Fans betrachten. Man kann hier wirklich aus einer Fülle an Features wählen oder aber sich gleichmal das rund achtzigminütige "History Movie" der Band reinziehen, mit jeder Menge interessanter Informationen und der einen oder anderen höchst kultigen Aufnahme aus den Anfangstagen der Combo. Oder aber man zieht sich direkt einen der professionellen Video-Clips von Fear Factory rein, z.B. Replica, Resurrection oder das kultige "Cars", in welchem die Band mit ihrem Stargast Gary Numan in allerhand abstrusen Gefährten durch das Universum gondelt. Auch die Discographie kann natürlich gesondert angeklickt werden und beinhaltet nicht nur alle regulären VÖs inkl. Erscheinungsdatum und Setlist, sondern auch einen Überblick über die "promotional releases" der Truppe inkl. "Verwendungszweck" (z.B. US-Radio-Single, Japan-Promo, usw.). Unter dem Menüpunkt "Bonus" erwarten uns 8 Audio-Tracks, dabei handelt es sich um rare bis unveröffentliche Aufnahmen, B-Sides und Remixes. Unterhaltsam auch die "Memory Imprints"-Leiste mit jeder Menge "Erinnerungsstücke" wie Tour- und Backstage-Pässe (Brutal Truth!), Zeichnungen, usw. Anhand der zahlreichen Live-Mitschnitte als auch bei den insgesamt 5 verschiedenen Foto-Gallerien kann man den optischen Wandel von FF im Laufe der Zeit verfolgen und sich dabei einen kleinen Grinser nicht verkneiffen. Sänger Burton himself verfasste dann auch noch die "definitive Fear Factory-Story" zum Nachlesen... all dies und einiges mehr machen "Digital Connectivity" zu einem mehr als amtlichen Vergnügen für den Fan, der hier über einen Kauf nicht lange nachdenken braucht.
Andi


MEGADETH – Behind The Music (Sanctuary/edel)
Die Band-Dokumentationen des Musik-Senders VH1 erfreuen sich ja unter Freaks hoher Beliebtheit. Informativ, unterhaltsam und keineswegs schönredend werden in dieser Serie die Werdegänge populärer Rockacts dargestellt, mit all ihren Höhen und Tiefen und vor allem, das macht ja erst den Reiz aus, mit großer persönlicher Beteiligung der betroffenen Musiker. So auch im Falle Megadeth, deren "Behind The Music"-Doku seit einiger Zeit auch als DVD erhältlich ist. Bassist David Ellefson fährt mit dem VH1-Team "zurück in die Gosse", um uns dort einige verschmuddelte Gebäude zu zeigen, welcher der Band in ihren Anfangstagen als Proberäume und Live-Locations dienten. Frontman Dave nimmt u.a. zu seiner Drogensucht Stellung und sich dabei kein Blatt vor dem Munde. Zahlreiche Freunde und Angehörige der Combo kommen zu Wort und haben neben der einen oder anderen lustigen Anekdote auch nachdenklichere Statements zu vermelden. Auch Dave´s ex-Kameraden von Metallica dürfen ihre Erinnerungen und Meinungen präsentieren. "Behind The Music" zeigt den atemberaubenden und nicht immer wunschgemäß verlaufenden Weg von Megadeth; von den blutigen Anfängen bis zum heutigen Status der Superstars. Man wird als Zuseher nahezu gefesselt, darf gelegentlich schmunzeln und staunen, während sich auf der anderen Seite der Kreislauf Drogen-Exzesse-Tod immer wieder als Wegbegleiter dieser History in Erinnerung ruft. Zusätzlich zum "Dokumentar-Film" enthält die DVD natürlich noch einige Specials, u.a. den Video-Clip zu "Moto Psycho", eine "Vital Stats"-Rubrik mit Fotos und Infos von allen Bandmembers oder ein ausführliches Interview mit ex-Megadethler Chris Poland, der mittlerweile (bekanntlich) mit Metal nicht mehr viel am Hut hat. Wie im Falle Fear Factory entstand dieses Machwerk noch zu Lebzeiten der Band, darf aber dennoch auch als würdiges Abschieds-Geschenk betrachtet werden. Auch wenn in naher Zukunft natürlich – gerade wegen der schockierenden Auflösung – noch die eine oder andere DVD von Megadeth zu erwarten sein wird. In der Zwischenzeit aber kann man sich als Fan mit diesem Teil einen schönen Abend machen und sich "behind the music" von Megadeth begeben.
Andi


S.O.D. – Speak English Or Live (SPV/Musica)
Nachdem ja unlängst die "Speak English Or Die"-Platte mit mächtigen Aufwand ihren Re-Release als CD fand, folgt nun das "Live At Budokan"-Video des durchgeknallten Projektes auf DVD, natürlich mit einiges Extras. Bezüglich der "Budokan"-Geschichte braucht man nicht viel sagen, Fans kennen und lieben das Teil; anmerken hiezu wäre noch, daß technisch nicht wirklich was verändert wurde, d.h. das Teil hat eben die Qualität eines Live-Videos aus dem Jahre ´92. Noch "schlimmer" kommt´s mit dem ersten DVD-Bonus, einem Handkamera-Mitschnitt des allerersten Europa-Auftritts der Combo beim With Full Force. Der ist bild- und tontechnisch betrachtet nämlich wirklich, pardon, für´n Popo. Aber ich denke, hier geht´s eben nicht so um technische Raffinessen, sondern eher um den Spaß an der Sache (und den hat man allemal beim Gucken dieses Teils!), und hier werden – natürlich – auch nostalgische Gefühle befriedigt. "Sargent D.", "Kill Yourself", Speak English Or Die" und der "Milano Mosh" – mein Gott, waren wir jung. Als weitere Extras erwarten uns Aufnahmen der einzelnen Mucker beim Bedienen ihrer Instrumente im Proberaum und diverse Quasel-Sequenzen, etwa ein Interview-Roundtable, ein "S.O.D. am Pool"-Special oder aber auch ein von Scott Ian dokumentierter Sprung von Billy von der höchsten PA-Box in das, äh, erdrückte, Publikum. Kultig!
Andi


IRON MAIDEN - The Number Of The Beast (Eaglevision/edel)
Mit "The Number Of The Beast", gleichzeitig Bruce Dickinsons Debüt bei der "Eisernen Jungfrau", brachten Iron Maiden 1982 eines der fraglos wichtigsten Metal-Alben aller Zeiten auf den Markt. Ähnlich wie bei "British Steel" von Judas Priest wird hier mittels ausführlicher Interviews mit allen Beteiligten der Werdegang Iron Maidens sowie allerlei Wissenswertes rund um den Entstehenprozeß der einzelnen Songs dokumentiert. Neben der Band kommen u.a. Manager-Legende Rod Smallwood, Starproduzent Martin Birch, der Musikjournalist Mick Wall sowie Ex-Megadethler Dave Mustaine zu Wort. Im mit zahlreichen weiteren Infos üppig ausgestatteten Bonus-Bereich, bekommt man zuguterletzt noch den Rough Mix von "Hallowed Be Thy Name" von der in Kürze erscheinenden "Rock in Rio - DVD" mitgeliefert. Bedauerlicherweise der einzig komplett ausgespielte Song, die legendären Clips zu "Run To The Hills" oder "The Number Of The Beast" hätte ich mir eigentlich schon erwartet. Spart man sich vermutlich für die übernächste DVD auf. Als einziges zusätzliches Feature bietet sich die Untertitelung der Interviews in verschiedenen Landessprachen an. 80 Minuten die wie im Flug vergehen - eine willkommene Gelegenheit, sich anschliessend wieder mal die guten, alten Maiden-Scheiben reinzuziehn.
Ger-Hard


SAMMY HAGAR & THE WABORITAS - Cabo Wabo Birthday Bash Tour (MCY)
Einmal im Jahr treffen sich Sammy Hagar und seine Band, die Waboritas, um Sammy`s Geburtstag nach allen Regeln der Kunst abzufeiern (dies ergebe öfter als einmal im Jahr auch nicht viel Sinn, Andi). Die Party beginnt in Hagar`s Cabo Wabo Cantina in Mexico mit einem exklusiven Cocktail Rezept, um anschliessend auf der Konzertbühne in Chicago, Illinois, zu einem fröhlichen Happening zu eskalieren. Outfitmäßig kümmert sich das Geburtstagskind einen Dreck um gängige Rockstar Dresscodes, ein mit Sektflöten bedrucktes Hawaihemd, grellgemusterte Bermudashorts und knallgelbe Turnschuhe, todschick! So würde ich mich nicht einmal ins Gänsehäufel wagen. Im Laufe des Konzerts wird Sammy vom Publikum laufend mit allerlei nützlichen Präsenten versorgt. Gewaltige Joints, selbstbemalte T-Shirts, Alkoholika und Damenunterwäsche von atemberaubenden Dimensionen, wir sind schließlich in den USA, Silikon rulez! Das Catering in Form bunter Cocktails wird von leichtbekleideten Bikinischönheiten auf den Zuruf "Waitress!!!" (kommt ca. alle 2 Minuten) eilends direkt auf die Bühne angeliefert. Daß der Kerl gegen Ende noch immer stehen und singen kann, alle Achtung! Selbstredend bleiben auch musikalisch keine Wünsche offen, neben zahlreichen Hagar-Solo Standards, bringt man auch reichlich Material aus vergangenen Montrose und Van Halen Tagen. Die Waboritas rocken wie die Hölle, das ist extremst partytauglicher Hardrock in Reinkultur. Meine Lieblingspassage beginnt mit einer verdammt bluesigen Version von "Little White Lie" (genialer Song), dann "Mas Tequila", "Why Can`t This Be Love", "Heavy Metal", da geht die Post ab, unglaublich! So stelle ich mir mein nächstes Geburtstags-Festl vor, was kann der Sammy Hagar für einen Gig kosten (ca. 15 Monatsgehälter von Dir...Andi)?! Ergänzt wird der über 2stündige Konzertmitschnitt durch eine Bonus CD, die nach einem 1 stündigen Interview (auf Wunsch untertitelt) noch zum Auftakt der Party in die mexikanische Cabo Wabo Cantina einlädt. Um mit Sammy Hagar`s Worten zu sprechen: "That`s what I call a party!" DIE Party-DVD schlechthin. http://www.redrocker.com, http://www.cabowabo.com
Ger-Hard


ANATHEMA – A Vision Of A Dying Embrace (Peaceville/edel)
Neben der obligaten Foto-Gallery setzt sich dieser Release aus zwei Kernpunkten zusammen: einem wirklich professionell mitgeschnittenen Live-Gig der Band und einigen Clips. Zum Konzert: dieses wurde bereits im März ´96 (!) im Krakau (!) aufgenommen und zeigt die sympathischen Inselbewohner von ihrer besten Seite. Die damalige Setlist: "Restless Oblivion", "Shroud Of Frost", "We The Gods", "Sunset Of Age", "Mine Is Yours", "Sleepless", "The Silent Enigma" und finally "A Dying Wish". Bei den Promo-Video-Clips wiederrum bekommt man "Sweet Tears", "Mine Is Yours", "The Silent Enigma" (herrlich!) und "Hope" (nicht minder herrlich) geboten. Natürlich bemühen Anathema dabei alle Klischees, schmeißen mit Pathos und Kitsch nur so um sich und präsentieren sich als die düsteren Melancholiker, als die man sie kennt. Auf der anderen Seite kommt aber auch der Humor und ein gewisses Augenzwinkern nicht zu kurz. Klar hätte man aus einer DVD-Veröffentlichung mehr rausholen können; Fans der Combo sollten sich "A Vision Of A Dying Embrace" trotzdem gönnen.
Andi


MY DYING BRIDE – For Darkest Eyes (Peaceville/edel)
Wie ihre oben abgehandelten Kollegen von Anathema werfen auch My Dying Bride ihren Krakow-Gig vom März ´96 als DVD ins Volk, im direkten Vergleich schneiden sie aber doch besser ab, zumal sie wesentlich mehr weitere Features präsentieren. Und eine MDB-DVD kann von vornherein schon mal nicht wirklich schlecht sein (zumindest wenn man sich ein wenig Mühe gibt, was hier durchaus der Fall ist), da das "visuelle Element" bei dieser Combo schon immer eine wesentliche Rolle spielt. Das merkt man nicht nur der beeindruckenden Live-Show an, sondern vor allem natürlich den (insgesamt 6!) Video-Clips an, die sich allesamt auf hohem Niveau abspielen. Auch in der "Gallery"-Ecke kommen nicht nur die üblichen Bandfotos zum Vorschein, sondern auch die stets außergewöhnlichen Cover der Bride-Platten. Lobenswert, daß man hier auch Rücksicht auf Raritäten, Promos und sogar Bootlegs (!) genommen hat. Sonstige "Extras" bekommt man in Form von weiteren Live-Aufnahmen geboten, etwa vom Dynamo. "For Darkest Eyes" macht – klarerweise auch in Verbindunge mit der unheimlichen Mucke der Partie – seinem Namen durchaus Ehre und unterstreicht gekonnt das "Image" bzw. das "Konzept" der britischen Düster-Metaller.
Andi

RAGE & LINGUA MORTIS ORCHESTRA - Metal MeetsClassic Live (G.U.N./BMG)
Feine Sache, so eine DVD-plus! Im Audioteil 12 rare Bonus-Tracks bzw. Coverversions wie "Yesterday" (Beatles), "The Trooper" (Maiden), "Motorbreath" (Metallica) oder "Tom Sawyer" (Rush). Den Sinn und Zweck des Coverversion-Unwesens möchte ich hier nicht zu diskutieren, aufgrund Peaveys gewöhnungsbedürftiger Vocals klingen die Remakes schon etwas eigen. Vor allem "Yesterday", da krampft sich bei mir als altem Beatles-Fan alles (wirklich alles!) zusammen. Besonders gelungen die Rage Komposition "Tie The Rope", unter jeder Kritik die 2001er Version von "Don`t Fear The Winter". Im DVD-Teil kann man sich anschließend die 1998 im Rahmen des WDR-Rockpalast mitgeschnittene Klassik-Rock Show von Rage und dem Lingua Mortis Orchestra in voller Länge (72 Min.) zu Gemüte führen. Und die ist optisch wie akustisch vom Allerfeinsten. Und entschädigt ein wenig für das hundselendige "Yesterday". Unter "Specials" findet man ausserdem die Videoclips zu "Deep In The Blackest Hole", "From The Cradle To The Grave" und "Alive But Dead".
Wo bekäme man die wohl sonst zu sehen (im ORF eher net... Andi)? Discographie, Biographie und Foto-Gallery sind etwas mager ausgefallen, aber das lässt sich verschmerzen. Alles in allem eine lohnende Anschaffung.
Ger-Hard


MORTIFICATION – Conquer The World (Nuclear Blast/edel)

Auch hier ist der Titel der DVD Programm, den die australischen Christen-Death-Metaller laden zu einem Ausflug rund um den Globus ein. Man sieht die Formation in aller Herren Länder vor und auf und hinter der Bühne. Aufnahmen aus Neuseeland, Chile, den USA, Brasilien oder natürlich Europa stehen auf dem Programm. Dazu gibt´s drei Video-Clips ("Mental Blessing", "Acess Denied" und "Standing At The Door Of Death") und massenweise Interview- , Backstage- und sonstige Sequenzen. Mortification balabern über ihren Glauben und ihre "Mission", erzählen sich Gute-Nacht-Geschichten und lassen sich backstage beim Heislputzen und anderen Schweinereien filmen. Für den Fan sicher eine interessante Angelegenheit.
Andi


MOTÖRHEAD - The Best Of Motörhead (Sanctuary/edel)
Hier wurden die technischen Möglichkeiten einer DVD definitiv nicht ausgeschöpft. 13 Pseudo-Live Clips, die seinerzeit zu Promo-Zwecken aufgezeichnet wurden. Amüsant, wie dilettantisch man versucht, mittels halbherziger akustischer Publikumseinspielungen (auf die man fallweise auch wieder vergisst) echtes Live-Feeling vorzutäuschen. Bei "I Got Mine", "Shine" und "One Track Mind" sehen wir Brian "Robbo" Robertson an der Gitarre, das restliche Material wurde mit den Ur-Motörheads "Fast" Eddie Clarke und Philthy "Animal" Taylor eingespielt. Einzig "Iron Fist" wurde tatsächlich live mitgeschnitten und schlägt den Rest somit um Längen. Warum nicht mehr davon?! Soundtechnisch bleiben allerdings keine Wünsche offen (Dolby Digital), hier macht sich der Kauf der DVD eindeutig bezahlt. Andererseits finde ich 48 Minuten Laufzeit echt mickrig. Als einzigen Bonus gibt`s den Video-Clip zu "Killed By Death". Lemmy am elektrischen Stuhl, das ist schon sehr kultig. Für Fans und Sammler ein unbedingtes Muss, im Zweifelsfall würde ich allerdings die wesentlich üppiger ausgestattetet "Boneshaker" DVD bevorzugen. In Ermangelung sonstiger Features hier noch die Tracklist: Ace Of Spades, Overkill, No Class, I Got Mine, Stay Clean, Iron Fist, The Chase Is Better Than The Catch, Dead Men Tell No Tales, Shine, Capricorn, Poison, One Track Mind, Motörhead, Bomber, Killed By Death (Bonus Video).
Ger-Hard


JUDAS PRIEST - British Steel (eaglevision/edel)

Diese rundum gelungenen Dokumentation gewährt uns einen ausführlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte des legendären "British Steel" Albums, das Judas Priest 1980 (so lang ist das schon wieder her!) weltweit zum Durchbruch verhalf. In hochinformativen, überaus unterhaltsamen Interviews lassen Glenn Tipton, K.K. Downing, Ian Hill, Rob Halford sowie ihr damaliger Produzent Tom Allom die glorreichen Tage der NWOBHM (New Wave Of British Heavy Metal (danke, Onkel Gerhard! Andi)) nochmals Revue passieren. Selbstverständlich bekommt man auch visuell einiges geboten. Wo sonst hat man Gelegenheit; Rob Halford mit wallendem Haupthaar (tatsächlich!) inmitten seiner in Hippie-Klamotten gewandeten Mitmusiker, livehaftig auf der Bühne zu erleben. Im 50minütigen Haupteil werden die Songs leider zumeist nur kurz angespielt. In der 36 minütigen Bonus-Section kann man neben einem Interview mit dem derzeitigen Drummer Scott Travis, dann immerhin "Grinder" (live in Rio 91) sowie die Clips zu "Living After Midnight" und "Breaking The Law" in voller Länge geniessen. Wobei vor allem letztgenannter Titel sicher zu den kultigsten Videoclips der Heavy Metal Geschichte gezählt werden darf (hell yes! Andi). Die Interviews sind auf Wunsch mit deutschen Untertiteln abrufbar. Die Discographie ist eher unnötig, da sie nur die regulären Longplayer berücksichtigt. 110 Minuten "Metal-History", die trotz jeder Menge Gequatsche wirklich Spaß machen.
Ger-Hard


DIVERSE – PEEPSHOW (Fat Wreck/Musica)
Goober Patrol wackeln in lustigen Klamotten am Strand herum, Consumed laufen ihrem Tourbus hinterher. Frenzal Rhomb toben sich in einer Spielhalle aus, während die allzeit kultigen Me First... in Hawaii-Hemden Cocktails schlürfen. Sick Of It All steuern u.a. ihren äußerst gelungenen "Animations-Clip" zu "District" bei. Richtig, diese DVD besteht aus den Beiträgen der Video-Compilations "Peepshow" und "Peepshow II" und wurde aber mit zahlreichen Bonus-Tracks angereichert, etwa von Lagwagon, Good Riddance oder Chixdiggit. Ergibt in Summe 37 Clips von 23 Bands, oder anders gesagt :114 Minuten Punkrock pur.
Andi


DIVERSE - Death... Is Just The Beginning Classics (Nuclear Blast/edel)

Vorneweg: Alle 23 Tracks dieser DVD stammen von der Death...IJTB-Video-Sampler-Reihe, genauer gesagt aus deren dritten und vierten Teil. Wer diese also schon besitzt, der weiß was ihn hier erwartet und in weiterer Folge eigentlich nicht, warum er kauftechnisch nochmal zuschlagen sollte; es sei denn, er möchte das ganze gesammelt auf DVD(-Qualität). Allen anderen sei gesagt, was sie erwartet: Zu Beginn erinnern uns AMORPHIS an den "Black Winter Day" und somit ihre besten Zeiten (subjektive Meinung des Verfassers), es folgt ein Live-Clip von "Against Widows". Weiter geht´s mit drei Songs von BENEDICTION, die wie einige andere Nummern dieser Compilation Erinnerungen an bessere (Death Metal-)Zeiten hervorrufen, an MTV´s "Headbanger´s Ball" und somit ausgerechnet via DVD auch an jenen legendären "Zeitgeist" bzw. einfach an das damalige Feeling. DISMEMBER schließen sich dem natürlich an, auch sie sind mit 3 Clips vertreten, wobei der zu "Dreaming In Red" schlichtweg als kultig bezeichnet werden darf. GOREFEST zeigen mit "Freedom", "Erase" und "Fear", was sie musikalisch draufhatten und aber auch, daß sie eigentlich ziemliche Poser waren, haha. Dreimal HYPOCRISY und einmal KATAKLYSM halten ebenfalls die Fahne des Death hoch, bevor MESHUGGAH zweimal beweisen, daß ihre Videos genauso durchgeknallt sind wie sie selbst. Nach den beiden MORTIFICATION-Tracks dürfen PUNGENT STENCH mit "Viva La Muerte" glänzen und SINISTER schicken einen Kumpel als Sensenmann verkleidet auf den Dachboden, irgendwie schon wieder genial. Ausklingen darf die DVD mit THERION, die zunächst "A Black Rose" besingen und dann in Form von "The Beauty In Black" einen der bescheuertsten Clips überhaupt präsentieren. www.nuclearblast.de


LESESTOFF

SLAM # 7
Mitte der Neunziger geisterte ein schwarzweiß gedrucktes Fanzine names "Slam" durch den heimischen Blätterwald. Leider versank das Heft nach 6 Ausgaben wieder in der Versenkung... aber nun ist es zurück, und das besser als je zuvor! Der Unterschied ist (für alle, die "das alte" gekannt haben) natürlich eklatant: professionell gedruckt, das Cover sogar in Farbe,... und auch der Inhalt paßt! Generell widmet sich das "Slam" allen "härteren" Genres, soll heißen von Punk über Core bis hin zu Death Metal. Das belegen ausführliche Interviews mit Gluecifer (Cover), In Flames, Channel 3 oder Hollenthon. Auch der "Underground" wird berücksichtigt, z.B. mittels Los Deppest-Interview oder diversen Reviews (trotzdem ginge hier noch mehr...). Sehr ausführliche Live- und Festival-Berichte, ein Finnland-Report und jede Menge Rezensionen runden den positiven Gesamteindruck ab. Das 52 A4-Seiten dicke Heft erscheint absofort vierteljährlich, die Erstauflage beträgt stolze 7.000 Stk und wird im deutschsprachigen Raum vertrieben. Wer´s trotzdem nirgends findet, möge es bei Slam, Postfach 100, A-1151 Wien um 3 Euro bestellen. Nr. 8 - angekündigt sind Themen wie Roger Miret, Pungent Stench, Meshuggah oder die Misfits - soll im Dezember erscheinen.
Andi


THE METAL UNDERGROUND ZINE # 4

Klassisch! A5-Format, kleine Schrift und am Cover die Namen Warlord, Twisted Tower Dire oder Wolf. Noch Fragen? Das Heft, das seinen Namen natürlich ehrt, kommt aus Norwegen und ist in gut lesbarem Englisch verfasst. Neben den schon erwähnten Bands kommen noch weitere wie etwa Ingermanland oder Sabatan in den Genuß eines Interviews, welche allesamt nicht gerade kurz und dafür aber sehr informativ gehalten sind. Desweiteren findet der geneigte Underground-Metaller noch diverse Band-Portraits oder natürlich CD-Reviews vor. 2 Euros (sicherheitshalber Porto extra beilegen) gehen an T.M.U.Z., Plommeveien 1a, 4635 Krisitansand, Norway. Metal To The Metals!
Andi



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